Freiheit

Es gibt viele Dimensionen und Betrachtungsrichtungen von Freiheit. Wenn ich von „Freiheit“ spreche, meine ich in erster Line die gesellschaftliche, die politische Freiheit. Dazu gehört untrennbar die Meinungsfreiheit. Die meines Erachtens in diesen Tagen stark unter Beschuss ist. Wenn Sie Artikel wie diesen -> „Genug“ und diesen: -> „Saarländer“ nicht mehr auf Google oder auf Facebook teilen dürfen, weil das den Betreibern „zu heikel“ geworden ist, dann haben wir ein gesellschaftliches Problem. Eines, das man selbstverständlich mit seiner Wahl, mit seinem Kreuz, lösen kann.

Eine zweite wesentliche Komponente gesellschaftlicher Freiheit ist für mich die Leistungsgesellschaft. Der Begriff ist unglücklich, weil er sich nach Darwinismus, nach Raubtierkapitalismus nach Fließbandarbeit in dunklen und lauten Fabrikhallen anhört. Und ja auch oft genug damit verwechselt wird. Der Kern des liberalen Leistungsprinzips ist aber nicht die Vorstellung, dass man nur engagiert genug Teller waschen muß, um dann einst Milliardär zu sein. Oder 16 Stunden am Tag arbeiten muß, um nicht bei der Pfarrer Landvogt Hilfe zu landen. Nein.
Es ist die Möglichkeit ein selbstbestimmtes Leben auf der Basis der eigenen Vorstellungen, Talente, Fähigkeiten und Leidenschaften zu führen. Anstatt allein vom Wohlwollen Anderer abhängig zu sein. Die Möglichkeit, sich in einer Gesellschaft gleichberechtigt und frei mit der eigenen, individuellen Leistung entwickeln zu können. Seinen individuellen und geachteten Platz in dieser Gesellschaft finden zu können. Nicht gleichgeschaltet nach Herkunft, Genom oder Wunsch des Fürsten den Lebensweg bestimmt zu bekommen. Sondern als Individuum, frei, emanzipiert und als mündiger Bürger leben zu können.
Man sieht: Freiheit ist nicht immer nur kuschelig. Frei zu leben kann auch hart sein. Aber, es ist die einzige Möglichkeit, aufrecht durchs Leben zu gehen. Wer das will, braucht einen Staat mit Regeln und sozialem Ausgleich. Und er braucht Wirtschaft, Wachstum und Wohlstand. So wenig Steuern und Bürokratie wie möglich. Heißt: Das Staatsverständnis spielt eine entscheidenden Rolle, bei der Frage, wie ich durchs Leben gehen will.
Und damit eben die Politik im demokratischen Rechtsstaat. Das ist nicht so abstrakt wie es sich zunächst anhört. Und hat verdammt viel mit Wahlen zu tun. Das Kreuz macht den Unterschied.
Was ist das überhaupt, Freiheit? Es ist für mich das Gegenteil von allem, was den Bürger, den Menschen klein und abhängig macht. Freiheit findet im Kopf statt. Jeder Mensch hat das Recht nach seinem individuellen Glück zu streben. Und jedes Glück ist individuell. Zuviel Gleichmacherei, zuviel Obrigkeitshörigkeit, zuviel Bürokratie, zuviel Steuern, zuviel Angst zerstören sowohl Selbst- als auch Fremdachtung. Das „Wir“ UND das „Ich“ müssen koexistieren.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat ein optimistisches Menschenbild und betont die Bedeutung von Freiheit im Sinne von Eigenverantwortung und Vertrauen in die Fähigkeiten des Einzelnen. Freiheit bedeutet für die FDP, dass der Staat nicht alles vorgibt und kontrolliert, sondern den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gibt, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Bürokratieabbau wird als Ausdruck von Respekt gegenüber den Fähigkeiten der Menschen angesehen. Freiheit ist auch eng mit Sicherheit verbunden, da ein Gefühl der Sicherheit notwendig ist, um Freiheit und ein harmonisches Miteinander zu ermöglichen.
Mathias Zeuner
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